FEBRUA

Reinigung, Hornung und Sittenlosigkeit

1. Februar 2026

Der Februar, in Teilen Österreichs und Südtirols wird er auch Feber genannt, ist nach einem Fest benannt.  Sein ursprünglicher Name Februa geht auf ein altes römisches Reinigungsfest zurück – ein Ritual, das Körper, Haus und Gemeinschaft auf symbolischer Ebene säuberte, um bereit zu sein für das kommende Jahr.

Im römischen Kalender war der Februarius ursprünglich der letzte Monat. Aus diesem Grund erhielt genau dieser Monat damals überzählige Schalttage angehängt. Ein Brauch, der sich bis heute erhalten hat.

Der Februar beginnt in Nicht-Schaltjahren mit dem gleichen Wochentag wie der März und immer mit dem gleichen Wochentag wie der Juni des Vorjahres, weil niemals ein Schalttag zwischen beiden Monaten liegt.

Der Februar ist damit ein Monat des Reinigen, des Loslassens und der gelebten Wildheit.

Ein Monat, der uns einlädt, sowohl sanft zu klären als auch mutig aufzubrechen.

Hornung – Altes abwerfen, Neues vorbereiten

Im alten deutschen Sprachgebrauch taucht der Name Hornung auf. Eine Erklärung dafür führt zum Rothirsch, der in dieser Zeit sein Geweih abwirft, um ein neues wachsen zu lassen.

Ein starkes Bild für das, was auch wir im Februar erleben können: das Abwerfen alter Strukturen, das Freiwerden für etwas Neues – unsichtbar, aber spürbar aus dem Inneren.

Spürkel, wilde Lebenskraft und Fasnacht

Im Rheinland und in den Niederlanden verwendete man früher für den Februar die Bezeichnung Sporkel, Spörkel bzw. Spürkel. Dieser Ausdruck leitet sich vom lateinischen Begriff Spurcalia her, mit dem im Mittelalter gefeierten „sittenlose Feste“.

In denen Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten werden, um die Dämonen des Winters zu vertreiben. Trommeln, Masken, Lärm und ungebändigte Lebensfreude markierten das Wiedererwachen der Natur.

Unter dem Einfluss der Christianisierung wurden diese ausgelassenen Feierlichkeiten als Fastnacht (Fassenacht, Fasnet) oder Fasching auf die Tage vor dem Aschermittwoch beschränkt, so dass diese Narrenzeit (meistens) im Februar endet.

Februar-Energy im Human Embodiment

Im Human Embodiment betrachten wir den Körper als lebendige Instanz, die mit den Rhythmen der Natur verbunden ist. Der Februar unterstützt drei zentrale Bewegungen:

  1. Reinigung – körperlich, emotional und energetisch
  2. Hornung – bereit sein für Neues
  3. Wilde Lebenskraft – alte Geister vertreiben, Urenergie ausdrücken

 

Diese Qualitäten können wir im Alltag bewusst anwenden. Tief in Regulierung, Selbstwahrnehmung und innere Klarheit eintauchen.

Human-Embodiment-Rituale für den Februar
1. Reinigungsritual – Das Körperfeld klären

Ein einfaches, aber tief wirkendes Reinigungsritual – inspiriert vom ursprünglichen Februa-Fest.

  • Stelle dich barfuß hin
  • Beginne mit beiden Händen vom Kopf über Schultern, Brust, Bauch, Beine und Füße zu streichen
  • Stelle dir vor, du streichst alte Geister, Müdigkeit und Winter-Schwere ab
  • Wiederhole die Bewegung im Aura-Feld
  • Atme bewusst aus und schüttle anschließend Arme und Beine aus
2. Hornung-Ritual – Altes abwerfen wie der Hirsch sein Geweih

Verbinde dich mit dem Bild des Hirsches.

  • Setze dich oder stelle dich ruhig hin
  • Lege beide Hände auf den Kopf und spüre das Gewicht alter Gedanken: Pflichten, Erwartungen, alte abwertende Sätze
  • Stelle dir vor, wie diese Gedanken kraftvoll abgestreift werden
  • Wiederhole dies 3–5 Mal
  • Halte anschließend inne und spüre nach
3. Spürkel-Tanz – Wilde Lebenskraft befreien

Ein spielerisches, regulierendes Ritual im Geist der alten Spurcalia.

  • Wähle schnelle, rhythmische Musik
  • Bewege deinen Körper frei, ohne Vorgabe
  • Nutze deine Stimme: Brummen, Tönen, Lachen
  • Nach 3–5 Minuten innehalten und nachspüren
  • Mit einem tiefen, ruhigen Atemzug abschließen

Altes abstreifen und die wilde Lebenskraft des Vorfrühlings begrüßen.

Möge dieser Monat dir Reinigung, Klarheit und ein leises, unerschütterliches Erwachen deiner Urkraft schenken.

Ein Beitrag von:
Claudia Jacobs

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