
28. Dezember 2025
Vielleicht kennen Sie das Gefühl:
Human Embodiment, ist aus diesem Erleben heraus gewachsen.
Nicht als Konzept, sondern als gelebte Erfahrung in mir und in meiner Arbeit mit anderen Menschen.
Denn in meiner Arbeit zeigte sich über Jahre hinweg immer wieder das Gleiche: Veränderung geschieht dort, wo der Körper mit einbezogen wird. Wo Wahrnehmung, Haltung, innere Bilder, Emotionen und Beziehung nicht getrennt betrachtet werden. Wo der Mensch als Ganzes gemeint ist.
Ich habe über lange Zeit gespürt, dass das, was in den Sitzungen entsteht, keinen eindeutigen Namen trägt. Es ließ sich nicht eindeutig zu einem Konzept, einer Ausbildung oder Fortbildung, also dem, was ich gelernt habe oder einem bestehenden Begriff zuordnen.
Und meine Arbeit speist sich aus vielen Quellen: aus beruflichen Ausbildungen, aus Seminaren und Weiterbildungen, aus Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsfeldern – Krankenhaus, Praxen mit unterschiedlichen Themenfeldern, Gruppen- und Seminararbeit, körperorientierte und psychotherapeutische Kontexte – und nicht zuletzt aus vielen Jahren eigener innerer Entwicklung.
All diese Ebenen fließen zusammen. Und lange begleitete mich das Gefühl: Dafür braucht es eine eigene Sprache. Eine Bezeichnung, die nicht vereinfacht, sondern weiter öfffnet.
Und als Antwort auf die Frage, wie wir in einer komplexen, schnellen Welt in Kontakt bleiben können – mit uns selbst und miteinander.
Human Embodiment ist aus diesem Prozess entstanden als Ausdruck für Verkörperung und echten Kontakt.
Eine Einladung, das eigene Erleben wieder ernst zu nehmen. Und sich im eigenen Körper zu Hause zu fühlen.
Die Suche nach einem passenden Namen war kein schneller Prozess. Sie hat mich über Jahre begleitet. Erst nach und nach hat sich etwas herauskristallisiert.
Human Embodiment ist aus diesem inneren Reifeprozess entstanden – als Ausdruck für eine Arbeit, die den Menschen in seiner Ganzheit meint: körperlich, emotional, seelisch und menschlich. Und die diese Ganzheit nicht nur beschreibt, sondern verkörpert.
Human Embodiment versteht den Körper nicht als Objekt, das „funktionieren“ soll, sondern als lebendige Instanz mit eigener Intelligenz. Erfahrungen, Prägungen, Beziehungsmuster, Stress, Freude und Orientierung zeigen sich im Körper – in Haltung, Atmung, Spannung, Bewegung und Kontaktfähigkeit.
Diese körperliche Ebene ernst zu nehmen, bedeutet nicht, den Verstand auszuschließen. Im Gegenteil: Es geht um ein Zusammenspiel. Um Wahrnehmung. Um Präsenz. Um Bewusstheit im Hier und Jetzt.
In den letzten Jahren habe ich zunehmend wahrgenommen, dass menschlicher Kontakt kühler geworden ist. Gespräche wirken oft fragmentiert, getaktet, wenig verbunden. Viele Menschen scheinen sich selbst immer weniger zu spüren – und damit auch ihr Gegenüber.
Ich bin dankbar, dass ich in Kontexten sein durfte und darf, in denen ich meine eigene Verkörperung, meine Selbstwahrnehmung und meine Fähigkeit zur Verbindung weiterentwickeln konnte. Das ist nichts, womit ich aufgewachsen bin oder was mir selbstverständlich mitgegeben wurde. Diese Fähigkeiten sind durch bewusste innere Arbeit entstanden. Das Streben nach Verbundenheit trägt jeder in sich.
Es hat Zeit, Geld und Hingabe gebraucht, um das wieder freizulegen, was biologisch und menschlich in uns angelegt ist: die Fähigkeit, zu spüren, in Kontakt zu sein und uns im eigenen Körper zu verankern – auch in herausfordernden Situationen.
Human Embodiment bedeutet für mich:
Es geht um Gesundheit, Selbstverbundenheit und Verkörperung – und darum, sich selbst nicht zu verlieren, während wir im Kontakt mit anderen sind. Denn erst wenn wir mit uns selbst verbunden sind, wird auch ein echter, nährender Kontakt mit unserem Gegenüber möglich.
Mit der Zeit stellte sich eine weitere Frage:
Wie kann dieses Wissen, diese Erfahrung, auch über den Rahmen von Einzelsitzungen hinaus zugänglich werden?
Die Entwicklungen der letzten Jahre – insbesondere im Online-Bereich – haben neue Möglichkeiten eröffnet. Und ich habe gemerkt: Diese Formate entsprechen mir. Sie erlauben Tiefe, Präsenz und Beziehung – auch jenseits des physischen Raums.
So sind nach und nach neue Angebote entstanden: Online-Sitzungen, begleitete Gruppenformate, Selbstlernangebote und kostenlose Impulse. Nicht als Bruch mit dem Bisherigen, sondern als Weiterentwicklung dessen, was schon lange da ist.
Im vergangenen Jahr, 2025 hat sich daraus etwas Neues geformt, das nun langsam sichtbar wird. Sich damit zu zeigen, ist aufregend – und gleichzeitig getragen von einer großen inneren Klarheit und Freude. Diese Freude überwiegt. Sie ist der Grund, warum Human Embodiment heute nicht nur eine innere Haltung ist, sondern auch eine wachsende Struktur.
In den kommenden Monaten werden auf dieser Website weitere Inhalte und Angebote sichtbar werden. Sie sind herzlich eingeladen, sich umzusehen, zu lesen, zu spüren und für sich zu prüfen, was Sie anspricht.
Human Embodiment ist kein Versprechen auf schnelle Lösungen. Es ist eine Einladung zu Wahrnehmung, zu Verkörperung und zu echter menschlicher Präsenz.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen und freue mich, wenn Sie diesen Weg ein Stück begleiten.
Herzliche Grüße
Claudia Jacobs