
1. Januar 2026
Der Januar, auch Jänner gennant, ist der erste Monat des Jahres im Gregorianischen und Julianischen Kalender. Im Amtsjahr des römischen Kalenders war der Januarius ursprünglich der elfte Monat. Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr. wurde der Ianuarius zum ersten Monat des Kalenders.
„Wo kommst du her und wo gehst du hin?“ – mit dieser Frage beginnt das neue Jahr.
In den meisten Teilen der nördlichen Hemisphäre — also auch in Deutschland — ist der Januar im langjährigen Mittel der kälteste Monat des Jahres. Besonders in der zweiten Monatshälfte fallen häufig die tiefsten Temperaturen.
Je nach Region existierten Bezeichnungen wie Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat oder Wolfsmonat, die die winterliche und oftmals raue Stimmung dieses Monats widerspiegeln.
Einige Bauernregeln für den Januar sagen:„Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.“ „Wenn im Januar viel Nebel steigt, sich ein schönes Frühjahr zeigt“. „ Ist die Neujahrsnacht hell und klar deutet das auf ein reiches Jahr“. „Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein“.
Der Name „Januar“ geht zurück auf den römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird — er blickt in die Vergangenheit und in die Zukunft. Damit symbolisiert Januar den Übergang, Neuanfang und Wandel. Er gilt als Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore.
Der Januar beginnt mit dem weltweit gefeierten Neujahrstag am 1. Januar — ein Symbol für Neubeginn, Reflexion und oftmals für persönliche Vorsätze und Pläne. An einigen Orten ist der Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar gesetzlich als Feier- beziehungsweise Ruhetag anerkannt.
Der Januar als „Tor zum Jahr“ — benannt nach einem Gott, der Vergangenheit und Zukunft verbindet — kann für ein reflektiertes Bewusstsein stehen: ein Raum, um innezuhalten, Altes loszulassen und neue Vorsätze bewusst zu wählen.
In diesem Sinne kann der Januar als Einladung verstanden werden:
Ein Neubeginn — körperlich, geistig und seelisch.
Wo kommst du her und wo gehst du hin?
Was ist gewesen und was möchte zu dir kommen?
Janus verbindet Vergangenheit und Zukunft – und wir verbinden beides in unserem Körper.Hier entsteht Gegenwärtigkeit. Hier entsteht Entscheidung. Hier entsteht Neubeginn.
Im Einklang mit den Qualitäten dieses Monats findest du hier drei Körperübungen, die dich durch dieses Tor begleiten.
Wirkung: Zentrierung, Klarheit, innerer Übergang
So geht’s: Stehe oder sitze aufrecht. Lege eine Hand auf den Rücken (Vergangenheit) und eine auf die Brust (Zukunft). Atme bewusst zwischen beiden Räumen hin und her.
Frage dich im Stillen: Wofür sage ich danke? Was möchte eingeladen werden?
Spüre, wie dein Körper sich zwischen beiden Polen in der Mitte sammelt.
Wirkung: Öffnung, Entspannung, Mut für Neues
So geht’s: Stelle dich hüftbreit hin.
Atme aus und öffne beim nächsten Einatem die Arme weit zur Seite, als würdest du zwei Türen aufschieben. Atme aus und bringe die Hände wieder vor das Herz.
Wiederhole dies 3-5 Mal langsam und bewusst.
Jede Öffnung ist ein symbolisches „Ja“ zu deinem neuen Weg.
Wirkung: Nervensystem beruhigen, Körperwärme aktivieren
So geht’s: Setze dich warm eingehüllt hin.
Atme sechs Sekunden aus. Atme vier Sekunden ein, halte kurz, dann sechs Sekunden aus….
Spüre, wie die Ausatmung eine weiche, innere Wärme erzeugt.
Bleibe 3-5 Minuten dabei.
Lass die Stille des Januars in dich hinein sinken.